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Natürliche Abführmittel – welche Hausmittel bringen Erleichterung?

Psyche & Lifestyle

Dr. med. André Sommer
Dr. med. André Sommer

Ich arbeite als Arzt in Berlin. Mit Cara Care haben haben wir in Form einer App deinen ganzheitlichen Begleiter bei Verdauungsbeschwerden entwickelt. Finde HIER heraus, welches unserer Medizinprodukte für dich in Frage kommt und verbessere deine Symptome und deine Lebensqualität!

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Inhaltsverzeichnis

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Bei Verstopfungen können Abführmittel helfen. Bevor rezeptpflichtige Medikamente hierfür eingesetzt werden, kann man Hausmittel als natürliche Abführmittel ausprobieren. Verschiedene Hausmittel eignen sich, um die Darmtätigkeit zu steigern. Auch bestimmte Lebensmittel regen den Darm auf natürliche Weise an. Dazu gehören beispielsweise Ballaststoffe.

Erfahre hier, wie du mit der kostenfreien App-Therapie von Cara Care deine Symptome und Lebensqualität verbessern kannst.

Welche Rolle spielen Ballaststoffe beim natürlichen Abführen?

Der natürlichste Weg, um die Verdauung dauerhaft anzuregen, ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile der Nahrung. Sie sind unter anderem in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte enthalten. Durch den Verzehr von Ballaststoffen lockert sich der Stuhl, was die Ausscheidung erleichtert. Die positive Wirkung von Ballaststoffen auf die Verdauung ist wissenschaftlich belegt.

Wer eine ballaststoffreiche Kost zu sich nimmt, sollte ausreichend trinken: 1,5-2 Liter ungesüßte Getränke über den Tag verteilt (bei chronisch Kranken gelten jedoch oft andere Richtwerte). Außerdem ist Bewegung wichtig, um die Darmtätigkeit anzuregen.

Hülsenfrüchte, Leinsamen und anderen ballaststoffreiche Lebensmittel haben zudem positive Auswirkungen auf die Darmflora, welche ebenfalls die Darmtätigkeit fördert. Als Darmflora wird die natürliche, gesundheitsförderliche Besiedlung des Darms mit Mikroorganismen wie Bakterien bezeichnet.

Ballaststoffreiche Ernährung kann allerdings Blähungen und Bauchschmerzen auslösen. In diesem Fall sollte die Ballaststoffzufuhr reduziert werden.

Wie helfen Quell- und Füllstoffe beim natürlichen Abführen?

Quellstoffe können Wasser gut binden und enthalten ebenfalls Ballaststoffe. Sie eignen sich daher als natürliche Abführmittel. Dazu zählen unter anderem Flohsamen, Flohsamenschalen, Leinsamen und Weizenkleie. Die enthaltenen Ballaststoffe binden Wasser im Darm und quellen dabei auf. Durch die Zunahme von Volumen im Darm wird die Darmtätigkeit angeregt. Zudem wird der Stuhl weicher und somit die Ausscheidung erleichtert.

Ballaststoffe unterliegen außerdem bakterieller Fermentation im Dickdarm. Dabei wirken Ballaststoffe praktisch als “Nahrung” für die Darmbakterien, die dann zu einer gesunden Verdauung beitragen können. Bei Anwendung von Leinsamen ist es ratsam diese vorher zu schroten, da ansonsten die Ballaststoffe im Inneren der Samen nicht verfügbar sind.

Bei Verwendung von Quell- und Füllstoffen zur Behandlung von Verstopfungen sollte man darauf achten, diese nur in Maßen und mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Ansonsten kann es aufgrund der Bindung von Wasser zu stärkeren Verstopfungen kommen, da dann die Quellstoffe dem Stuhl Wasser entziehen und ihn so eindicken. Wer nicht an eine Ballaststoffzufuhr gewöhnt ist, sollte anfangs nur geringe Mengen zu sich nehmen und die Dosis langsam erhöhen. Ansonsten kann es zu Nebenwirkungen wie Blähungen und Völlegefühl kommen.

Osmotisch wirkende Stoffe und ihre Bedeutung als Abführmittel

Osmotisch wirkende Stoffe können ebenfalls beim natürlichen Abführen helfen. Diese Stoffe bewirken, dass Wasser aus dem umliegenden Gewebe in den Darm gelangt. Der Stuhl wird somit weicher und die Darmentleerung wird erleichtert. Zu den osmotisch wirkenden Abführmitteln zählen Glauber- und Bittersalze. Auch bestimmte Zucker wie Milchzucker und Laktulose sowie der Zuckeralkohol Sorbitol wirken auf diese Weise abführend. Übrigens sind auch viele Obstsorten natürliche Quellen von osmotisch wirkenden Abführstoffen und regen somit die Verdauung an.

Abführende, osmotisch aktive Stoffe sind wirksam gegen Verstopfung. Jedoch kann es durch deren Anwendung zu Störungen im Elektrolythaushalt kommen, weswegen diese Substanzen nur kurzfristig eingesetzt werden sollten. Mit Elektrolythaushalt bezeichnet man die Verteilung der Elektrolyte, die umgangssprachlich auch Blutsalze genannt werden. Beispiele hierfür sind Natrium oder Kalium. Die Elektrolyte spielen eine wichtige Rolle bei der Verteilung von Wasser im Körper. Bei einer falschen Dosis osmotisch wirkender Abführmittel ist der häufigste Nebeneffekt Durchfall. Des Weiteren kann es zu Völlegefühl, Übelkeit und Blähungen kommen. Eine Überdosierung von osmotischen Salzen kann allerdings auch zu schwerwiegenden Komplikationen wie z.B. Nierenversagen führen.

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