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Wie bekomme ich eine DiGA (Digitale Gesundheitsanwendung) verordnet?

Reizdarm & Verdauungsbeschwerden

Dr. André Sommer
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Ich arbeite als Arzt in Berlin. Mit Cara Care haben haben wir in Form einer App deinen ganzheitlichen Begleiter bei Verdauungsbeschwerden entwickelt.

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Inhaltsverzeichnis

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  • Verfolge deine Ernährung und Symptome
  • Lasse dich von freundlichen Rezepten inspirieren
  • Speziell auf dich zugeschnitten

App auf Rezept: Dein vollständiger Leitfaden zur Verordnung einer Digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA)

Fühlt es sich manchmal so an, als hättest du schon alles versucht? Unzählige Arztbesuche, gut gemeinte Ratschläge und Diäten, die mehr Verwirrung als Linderung brachten. Wenn dein Alltag von Verdauungsbeschwerden wie dem Reizdarmsyndrom bestimmt wird, kann das Gefühl der Hilflosigkeit überwältigend sein. Doch in der modernen Medizin gibt es einen neuen, vielversprechenden Weg, der dir die Kontrolle zurückgeben kann: Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA – oder einfacher gesagt: Apps auf Rezept.

Dieser Gedanke mag zunächst fremd klingen. Eine App, verschrieben wie ein Medikament? Ja, genau. Und das Beste daran: Die Kosten werden vollständig von deiner Krankenkasse übernommen. Doch wie genau funktioniert das? Wie sprichst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber? Und was sind die einzelnen Schritte von der Idee bis zur aktiven Nutzung der App auf deinem Smartphone?

Keine Sorge, wir führen dich durch den gesamten Prozess. Dieser Leitfaden ist dein verlässlicher Begleiter, der alle Unklarheiten beseitigt und dir zeigt, wie du diesen innovativen Weg für deine Gesundheit nutzen kannst.

Das Wichtigste in Kürze Zwei Wege zum Ziel: Du kannst eine DiGA entweder über ein Rezept von deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Psychotherapeut*in erhalten oder direkt bei deiner Krankenkasse mit einem Diagnosenachweis beantragen. Kostenübernahme ist gesetzlich garantiert: Ist eine App im offiziellen DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet, sind alle gesetzlichen Krankenkassen (wie TK, AOK, Barmer etc.) zur vollständigen Kostenübernahme verpflichtet. Die Diagnose zählt: Voraussetzung ist eine passende medizinische Diagnose (ausgedrückt durch einen ICD-10-Code), für die die jeweilige DiGA zugelassen ist. Für Reizdarm sind das zum Beispiel die Codes K58.0 oder K58.9. Der Schlüssel ist der Code: Nach Einreichung deines Rezepts oder deines Antrags bei der Krankenkasse erhältst du einen 16-stelligen Freischaltcode. Mit diesem Code aktivierst du die vollen Funktionen der App für einen bestimmten Zeitraum (meist 90 Tage).

Was ist eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) überhaupt?

Stell dir eine DiGA nicht wie eine gewöhnliche Wellness- oder Fitness-App vor. DiGA sind zertifizierte Medizinprodukte, die einen strengen Prüfprozess durchlaufen müssen, bevor sie in Deutschland verschrieben werden dürfen. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüft jede DiGA auf Herz und Nieren – insbesondere auf Datenschutz, Informationssicherheit und vor allem auf ihren medizinischen Nutzen.

Eine DiGA kann verschiedene Funktionen erfüllen:

  • Sie kann dich aufklären: Durch Wissensvermittlung hilft sie dir, deine Erkrankung besser zu verstehen.
  • Sie kann dich begleiten: Zum Beispiel durch ein digitales Symptom- oder Ernährungstagebuch, das dir und deine Ärztin/ deinem Arzt hilft, Muster zu erkennen.
  • Sie kann dich behandeln: Durch gezielte Übungen, personalisierte Programme oder therapeutische Inhalte wie die Bauchhypnose kann sie nachweislich Symptome lindern.

Im Kern geht es darum, dir ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem du aktiv an deiner Gesundheit arbeiten kannst – wissenschaftlich fundiert und als anerkannter Teil deiner Therapie.

Dein Weg zur DiGA: Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Prozess mag auf den ersten Blick bürokratisch wirken, ist aber eigentlich ganz geradlinig. Wir haben ihn für dich in fünf einfache Schritte unterteilt.

Schritt 1: Prüfen, ob eine DiGA für dich infrage kommt

Nicht für jede Erkrankung gibt es bereits eine passende DiGA. Die erste Anlaufstelle ist daher immer das offizielle DiGA-Verzeichnis des BfArM. Diese Liste ist öffentlich zugänglich und die einzige offizielle Quelle.

  • So gehst du vor: Besuche die Website des DiGA-Verzeichnisses. Dort kannst du nach deiner Erkrankung oder nach bestimmten Symptomen suchen.
  • Achte auf die Indikation: Jede gelistete DiGA hat eine klar definierte „Indikation“, also das Anwendungsgebiet bzw. die Erkrankung, für dessen Behandlung sie zugelassen ist. Hier findest du auch die dazugehörigen ICD-10-Codes. Dies sind offizielle Diagnose-Schlüssel, die Ärztinnen und Ärzte verwenden.
  • Beispiel Reizdarmsyndrom: Wenn du unter dem Reizdarmsyndrom leidest, könntest du nach „Reizdarm“ suchen. Du würdest dann zum Beispiel die Cara Care für Reizdarm App finden und sehen, dass sie für Diagnosen wie K58.1 (Reizdarmsyndrom mit vorherrschendem Durchfall) oder K58.2 (Reizdarmsyndrom mit vorherrschender Verstopfung) zugelassen ist. Bitte beachte, dass dies nur Beispiele sind – die vollständige Liste der für Cara Care für Reizdarm verordnungsfähigen Diagnosen findest du am Ende dieses Artikels.

Wenn du eine passende DiGA gefunden hast, bist du bereit für den nächsten Schritt.

Schritt 2: Der Weg über die Arztpraxis (Der Standardweg)

Dies ist der häufigste und direkteste Weg. Dein Arzt/ deine Ärztin oder Psychotherapeutin ist deine zentraler Ansprechpartnerin.

Vorbereitung ist alles:

  • Informiere dich: Notiere dir den Namen der DiGA, die du für passend hältst. Es kann auch hilfreich sein, einen Ausdruck oder einen Screenshot, z.B. aus dem BfArM-Verzeichnis, mitzubringen.
  • Symptome dokumentieren: Bereite dich darauf vor, deine Beschwerden und deinen Leidensdruck klar zu schildern. Warum glaubst du, dass dir diese digitale Anwendung helfen kann?

Im Gespräch:

  • Sprich dein Anliegen klar an: Sage direkt, dass du dich über Digitale Gesundheitsanwendungen informiert hast und gerne eine bestimmte DiGA auf Rezept erhalten möchtest.
  • Die Diagnose (ICD-10-Code): Deine Ärztin oder dein Arzt wird prüfen, ob deine bereits gestellte Diagnose zur Indikation der DiGA passt. Wenn die Diagnose (z. B. K58 für Reizdarm) in deiner Patientenakt vermerkt ist und zur Zulassung der App passt, steht der Verordnung nichts im Wege.
  • Was, wenn meine Praxis DiGA nicht kennt? Keine Panik. DiGA sind noch relativ neu, und nicht alle Mediziner*innen sind bereits damit vertraut. Bleibe freundlich und verweise auf das offizielle BfArM-Verzeichnis. Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf die Versorgung mit einer DiGA, wenn die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Das Ergebnis: Du erhältst ein klassisches rosa Rezept (Muster-16-Rezept) oder ein E-Rezept. Darauf steht anstelle eines Medikaments der Name der DiGA und der Vermerk „Digitale Gesundheitsanwendung“.

Schritt 3: Der direkte Weg über die Krankenkasse (Die Alternative)

Manchmal dauert ein Arzttermin lange oder du möchtest den Prozess selbst in die Hand nehmen. Das Gesetz sieht hierfür eine Alternative vor: Du kannst eine DiGA auch direkt bei deiner Krankenkasse beantragen.

Das brauchst du:

  • Einen formlosen Antrag: Schreibe deiner Krankenkasse, dass du die Kostenübernahme für eine bestimmte DiGA beantragst.
  • Einen Diagnosenachweis: Das ist der entscheidende Punkt. Du musst nachweisen, dass du die betreffende Krankheit hast. Das kann ein Arztbrief, ein Befund oder ein anderes offizielles Dokument sein, auf dem die Diagnose und der entsprechende ICD-10-Code vermerkt sind. Ein Hinweis an dieser Stelle: Häufig fordern die Krankenkassen einen aktuellen Nachweis der Erkrankung (i.d.R. nicht älter als 4 Wochen). Obwohl bei chronischen Erkrankungen eine aktuelle Diagnose keinen Unterschied macht, muss ein älterer Diagnose-Nachweis dann begründet werden.

Der Prozess: Du reichst den Antrag und den Nachweis bei deiner Krankenkasse ein (meist digital über deren App oder Online-Portal möglich). Die Kasse prüft dann, ob die Diagnose zur gewünschten DiGA passt. Wenn ja, genehmigt sie den Antrag.

Schritt 4: Das Rezept einlösen und den Freischaltcode erhalten

Jetzt hast du entweder das Rezept von deiner Praxis oder die Genehmigung deiner Krankenkasse. Was nun?

Wichtiger Hinweis: Du gehst mit dem Rezept nicht in die Apotheke!

Stattdessen reichst du das Rezept direkt bei deiner Krankenkasse ein. Die meisten Kassen bieten hierfür einfache und schnelle Wege an:

  • Über die Krankenkassen-App: In der Regel kannst du dein Papierrezept einfach abfotografieren und in der App deiner Kasse hochladen. Ein E-Rezept kann oft direkt in der App oder über die offizielle „Das E-Rezept“-App der gematik (baut und betreibt Deutschlands digitale Gesundheits-Infrastruktur) eingelöst werden.
  • Über das Online-Portal: Auch auf der Website deiner Krankenkasse gibt es meist einen geschützten Bereich, in dem du das Rezept als Scan oder Foto hochladen kannst.
  • Per Post: Der klassische Weg, ein rosa Originalrezept per Post einzusenden, funktioniert natürlich ebenfalls.

Nach einer kurzen Bearbeitungszeit (oft nur wenige Stunden oder Tage) sendet dir deine Krankenkasse den 16-stelligen Freischaltcode zu. Dies geschieht meist per E-Mail, per Post oder direkt in dein Postfach der Krankenkassen-App.

Schritt 5: Die DiGA aktivieren und starten

Der letzte Schritt ist der einfachste:

  1. App herunterladen: Lade die entsprechende App (z. B. Cara Care für Reizdarm) aus dem Apple App Store oder Google Play Store herunter.
  2. Registrieren: Erstelle ein Benutzerkonto.
  3. Code eingeben: An einer bestimmten Stelle im Einrichtungsprozess wirst du aufgefordert, deinen 16-stelligen Freischaltcode einzugeben.
  4. Loslegen: Sobald der Code akzeptiert wurde, sind alle Premium-Funktionen der App für den Verordnungszeitraum (in der Regel 90 Tage) freigeschaltet. Du kannst nun dein personalisiertes Therapieprogramm beginnen.

Nach Ablauf des Verordnungszeitraums (z.B. 90 Tage) kannst du bei Bedarf einfach eine Folgeverordnung bei deiner Ärztin oder deinem Arzt anfragen, um das Programm fortzusetzen. Am besten kümmerst du dich bereits etwas vor Ablauf des Verordnungszeitraums darum, damit es nicht zur Unterbrechung deiner digitalen Therapie kommt.

Häufige Fragen (FAQ) – Alles, was du sonst noch wissen musst

Was kostet mich eine DiGA?

Für dich als gesetzlich versicherte Person: nichts. Die Kosten werden zu 100 % von deiner Krankenkasse übernommen. Es fällt auch keine Zuzahlung an, wie du sie vielleicht von Medikamenten kennst.

Was ist mit Privatversicherten?

Der Artikel konzentriert sich auf die Regelungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Für privatversicherte Personen hängt die Kostenübernahme von DiGA vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab. Aber die meisten privaten Kassen orientieren sich an den Leistungen der GKV und erstatten die Kosten bereits. Am besten fragst du direkt bei deiner Versicherung nach, welche Möglichkeiten es für dich gibt.

Welche Ärztinnen und Ärzte dürfen eine DiGA verschreiben?

Alle Vertragsärztinnen/ -ärzte sowie Psychotherapeutinnen mit Kassenzulassung dürfen DiGA verordnen. Das schließt Hausärztinnen/ -ärzte wie auch Fachärztinnen/ -ärzte (z. B. für Gastroenterologie) und psychologische Psychotherapeutinnen ein.

Wie lange ist mein Rezept gültig?

Du solltest das Rezept innerhalb von drei Monaten nach Ausstellung bei deiner Krankenkasse einreichen. Der Freischaltcode selbst ist ebenfalls für eine bestimmte Zeit gültig (meist drei Monate), um ihn in der App zu aktivieren.

Was passiert mit meinen sensiblen Gesundheitsdaten?

Datenschutz hat bei DiGA höchste Priorität. Jede Anwendung muss die strengen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllen und wird vom BfArM darauf geprüft. Deine Daten werden verschlüsselt und sicher gespeichert. Sie werden niemals ohne deine ausdrückliche Zustimmung an Dritte wie deine Krankenkasse weitergegeben.

Cara Care: Dein digitaler Begleiter bei Reizdarm auf Rezept

Wenn du speziell nach einer Lösung für das Reizdarmsyndrom suchst, ist Cara Care für Reizdarm eine voll zugelassene und erstattungsfähige DiGA.

Unser Programm wurde entwickelt, um dir zu helfen, die Kontrolle über deine Verdauung zurückzugewinnen. Es kombiniert drei wissenschaftlich anerkannte Therapiebausteine zu einem ganzheitlichen Ansatz:

  • Personalisierte Ernährungstherapie: Finde gemeinsam mit uns heraus, welche Lebensmittel dir guttun und welche nicht.
  • Psychologische Unterstützung: Lerne durch Methoden wie die klinisch erprobte Bauchhypnose, die Darm-Hirn-Achse positiv zu beeinflussen und Stress abzubauen.
  • Wissensvermittlung & Symptom-Tracking: Verstehe die Zusammenhänge hinter deinen Beschwerden und erkenne Muster, um gezielt gegensteuern zu können.

Cara Care für Reizdarm kann bei folgenden Diagnosen verordnet werden:

  • K58: Reizdarmsyndrom
  • K58.1: Reizdarmsyndrom mit vorherrschender Diarrhoe (Durchfall)
  • K58.2: Reizdarmsyndrom mit vorherrschender Obstipation (Verstopfung)
  • K58.3: Reizdarmsyndrom mit wechselnden (gemischten) Stuhlgewohnheiten
  • K58.8: Sonstiges und nicht näher bezeichnetes Reizdarmsyndrom

Der Weg zu einem Leben mit mehr Berechenbarkeit und weniger Beschwerden ist oft kein Sprint, sondern ein Marathon. Eine DiGA wie Cara Care kann dabei ein entscheidender Begleiter sein, der dir evidenzbasierte Hilfe zur Selbsthilfe bietet – direkt auf deinem Smartphone.

Teste, ob Cara Care dich unterstützen kann

Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wende dich bei gesundheitlichen Fragen immer an eine qualifizierte Fachperson wie deine Ärztin, deinen Arzt oder Apothekerin. Beginne oder ändere keine Behandlung ohne ärztliche Rücksprache.*

Quellen:

  1. DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Verfügbar unter: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis
  2. Informationen der Techniker Krankenkasse (TK) zu Digitalen Gesundheitsanwendungen. Verfügbar unter: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/digitale-gesundheitsanwendungen
  3. Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V. Informationen für Patientinnen und Patienten. Verfügbar unter: https://spitzenverband-diga.de/fuer-patientinnen/

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