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Akuter Reizdarm-Schub - wie gehe ich damit um?

Reizdarm & Verdauungsbeschwerden

Dr. med. André Sommer
Dr. med. André Sommer

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Inhaltsverzeichnis

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Das Reizdarmsyndrom ist eine oft chronisch verlaufende Erkrankung des Verdauungstraktes, die bei manchen Menschen auch schubförmig verläuft. In gewisser Regelmäßigkeit kommt es zur Verschlimmerung der Symptome wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall. Dabei können oft bestimmte Lebensmittel oder Infektionen als direkte Auslöser ausfindig gemacht werden. Bei vielen Betroffenen gibt es auch einen Zusammenhang mit akuten psychischen und emotionalen Belastungen.

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Verläuft das Reizdarmsyndrom schubweise?

Der Begriff “Krankheitsschub” ist eigentlich mit einer anderen Gruppe von Darmerkrankungen verbunden, von denen das Reizdarmsyndrom abgegrenzt werden muss: den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). Diese Erkrankungen sind gekennzeichnet von Krankheitsschüben, in denen die Symptome extrem zunehmen und starke Veränderungen des Darmes nachzuweisen sind. Diese Schübe, die oft einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus notwendig machen, wechseln sich mit Phasen der Beschwerdefreiheit, sogenannten Remissionen ab, die Wochen bis Monate andauern können.[^1],[^2]

Auch wenn das Reizdarmsyndrom sich bei manchen Menschen spontan zurückbildet, verläuft es bei den meisten Menschen chronisch. Das heißt, die Beschwerden bestehen mehr oder weniger dauerhaft über einen längeren Zeitraum von mindestens drei Monaten.[^3] Lange Phasen kompletter Beschwerdefreiheit, die sich mit massiven Symptomschüben abwechseln, sind dabei untypisch.

Manche Menschen mit Reizdarmsyndrom erleben trotzdem einen wellenförmigen oder schubweisen Krankheitsverlauf, bei dem Beschwerden immer wieder auch Spitzen erreichen können. Intensität und Häufigkeit sind dabei von Person zu Person verschieden und bestimmen die Auswirkungen der Erkrankung auf den Alltag. Viele Menschen mit Reizdarmsyndrom fühlen sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt.[^4]

Was passiert bei einem Reizdarm-Schub?

Wenn Menschen mit Reizdarmsyndrom von einem Reizdarm-Schub sprechen, meinen sie damit meist eine akute Verschlimmerung bereits bestehender Symptomatik. Insbesondere Bauchschmerzen im Rahmen des Reizdarmsyndroms können Phasenweise besonders stark werden.[^5] In einigen Fällen lässt sich eine solche Symptomverschlimmerung auf einen konkreten Auslöser, einen sogenannten Trigger, zurückführen.[^6] Bei manchen Menschen mit Reizdarmsyndrom treten Beschwerden aber auch unabhängig von Triggern auf.[^7]

Wie lange dauert ein Reizdarm-Schub?

Die Dauer einer Symptomverschlimmerung beim Reizdarmsyndrom ist individuell verschieden und kann von wenigen Minuten bis zu Stunden oder Tagen reichen. Die Mehrheit der PatientInnen erlebt regelmäßig anhaltende Beschwerden von mehr als 30 Minuten.[^8] Je nach Person und Krankheitsverlauf lassen sich Schübe manchmal schwer von chronischen Beschwerden abgrenzen.

Welche Symptome treten bei einem Reizdarm-Schub auf?

In der Regel werden in Phasen akuter Symptomverschlimmerung die für den jeweiligen Reizdarm-Typ üblichen Beschwerden erlebt.[^9] Am häufigsten berichten Betroffene von akuten Bauchschmerzen.[^10] Oft kommt es auch zu gehäuftem Stuhlgang sowie zu Völlegefühl, Blähungen oder in seltenen Fällen Übelkeit mit Erbrechen.[^11]

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Reizdarm-Schübe?

Die Ernährung kann ein entscheidender Auslöser für Beschwerden bei Reizdarm-Betroffenen sein.[^12] Dabei kann bereits die reine Nahrungsaufnahme über diverse Mechanismen Beschwerden hervorrufen.[^13] Unter anderem wird vermutet, dass eine Dehnung der Darmwand durch den Stuhl das vegetative (autonome) Nervensystem eine Schmerzentstehung vermittelt.[^14]

Darüber hinaus gibt es auch eine Reihe an triggernden Lebensmitteln, die Symptome verschlimmern oder sogar hervorrufen: Bei einigen Betroffenen wird ein Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und Lebensmittel-Unverträglichkeiten vermutet.[^15] Als typisch unverträglich gelten zum Beispiel Milchprodukte[^16], Fruktose[^17] (Fruchtzucker) und Sorbitol[^18], Gluten[^19] und Hefe[^20]. Bei anderen wiederum lösen einige Lebensmittel Beschwerden aus, ohne dass eine Unverträglichkeit vorliegen muss: Dazu gehören vor allem blähende Lebensmittel wie Bohnen, Erbsen, Kohl, Broccoli.[^21],[^22] Auch Mahlzeiten, die reich an Fetten[^23] und Kohlenhydraten[^24] sind, können sich ungünstig auswirken. Dabei scheint es individuelle Toleranzschwellen zu geben, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein können.

Auch scharfe Mahlzeiten können kurzzeitig eine Symptomverschlechterung.[^25] Jedoch schien sich der regelmäßige Verzehr scharfer Speisen in einigen Studien positiv auf die Reizdarm-Symptomatik auszuwirken.[^26]

Für Genussmittel wie Kaffee[^27], Alkohol[^28] und Nikotin[^29] gilt: je weniger desto besser. Denn erhöhter Konsum kann sich negativ auf die Reizdarmbeschwerden auswirken.

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Welche weiteren Auslöser für einen Reizdarm-Schub gibt es?

Das Gehirn und der Darm stehen sehr eng miteinander in Verbindung, denn sogenannte vegetative Nervensystem steuert die große Teile Darmfunktion. Kommt es zu Stress oder psychischer Belastung, kann sich das auch auf den Darm auswirken.[^30] Deswegen ist es möglich, dass auch emotionale belastende Erlebnisse und psychischer Stress zu einer Verschlimmerung der Reizdarmsyndrome führen.[^31]

Ein Zusammenhang von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörung konnte in Studien gezeigt werden.[^32] Ein Faktor dabei scheint zu sein, dass Menschen mit Reizdarmsyndrom oft Strategien zur Bewältigung ihrer Krankheit, sogenannte Coping-Strategien, fehlen.[^33] Die Krankheit beeinträchtigt ihre Lebensqualität erheblich und führt wiederum zu psychischer Belastung. Viele Betroffene gelangen so in einen Teufelskreis.

Auch Infektionen des Magen-Darm-Traktes können Auslöser für eine Verschlimmerung der Beschwerden beim Reizdarmsyndrom sein.[^34]

Welche Mittel helfen bei einem akuten Reizdarm-Schub?

Bei einer akuten Symptomverschlechterung können Menschen mit Reizdarmsyndrom zunächst versuchen, sich mit ganz einfachen Mitteln selbst zu helfen: Manchmal können Wärme am Bauch, Bettruhe und beruhigende Tees schon Linderung verschaffen.

Bei starken Beschwerden können auch Medikamente zur Symptomverbesserung zum Einsatz kommen. Dabei gilt: Jede Einnahme von Arzneimitteln im Rahmen des Reizdarmsyndroms sollte am besten zunächst ärztlich abgeklärt werden. In akuten Situationen können je nach Art der Beschwerden vor allem Spasmolytika (krampflösende Arzneien), Laxantien (Abführmittel) und Antidiarrhoika (Anti-Durchfallmittel) eingenommen werden. Besonders für Schübe, die in Stresssituationen auftreten, kann außerdem ein geeignetes Stress-Management hilfreich sein.[^35] Maßnahmen wie Hypnose sind für das Reizdarmsyndrom noch nicht ausreichend erforscht, können sich aber in Einzelfällen günstig auswirken.[^36]

Was darf ich bei einem Reizdarm-Schub essen?

Im akuten Schub sollten auslösende Nahrungsbestandteile vermieden oder ersetzt werden. Allgemein eher unproblematisch (da wenig Gas-bildend) sind Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Reis, Eier und grünes Gemüse außer Kohl und Erbsen. So individuell wie die Verträglichkeits-Schwelle des einzelnen sind auch die Ernährungs-Empfehlungen - allgemeingültige Regeln gibt es nicht.[^37]

Wie kann ich Reizdarm-Schübe auf Dauer vermeiden?

Die Diagnose eines Reizdarmsyndroms geht meistens mit einem chronischen Verlauf einher.[^38],[^39] Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen sich die Reizdarmsymptome spontan zurückbilden. Das Ziel der Therapie beim Reizdarmsyndrom ist es, die individuell auftretenden Symptome so gut wie möglich zu kontrollieren - das heißt auch akute Phasen von Symptomverschlechterung zu vermeiden. Dabei können verschiedene therapeutische Ansätze miteinander kombiniert werden.[^40] Eine Ernährungsberatung und -umstellung kann in der Regel als erster Schritt hilfreich sein. Sie kann helfen, auslösende Nahrungsmittel identifizieren und schließlich erfolgreich vermeiden, ohne dabei auf wertvolle Nährstoffe zu verzichten.[^41] Auch eine Umstellung auf mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt kann die Verdauung weniger belasten.[^42]

Die regelmäßige Einnahme von Pfefferminzöl[^43],[^44] und dem Gewürz Kurkuma[^45] wird in manchen Studien als langfristig vorteilhaft beschrieben.

Auf Dauer sind Faktoren wie eine psychische Ausgewogenheit und ein erfolgreiches Stress-Management wichtig im Umgang mit dem Reizdarmsyndrom. So konnte für Interventionen wie ein Stressbewältigungs-Training und Psychotherapie als auch der Einsatz von Antidepressiva in Studien ein positiver Effekt nachgewiesen werden, wobei Antidepressiva nicht nur psychische sondern auch schmerzhemmende Effekte haben können.[^46] Um die akuten Beschwerden in den Griff zu bekommen, können Spasmolytika (Krampflöser), Abführmittel und Durchfallmedikamente nach ärztlicher Absprache hilfreich sein.[^47]

Auch Probiotika können zum Einsatz kommen, um die natürliche Darmflora zu unterstützen und somit vorbeugend zu wirken.[^48] Auch wenn ihr Einsatz eine vorteilhafte Wirkung auf den Verdauungstrakt hat, wird aktuell keine Empfehlung für eine konkrete Spezies gegeben.[^49]

Reizdarm-Schub oder chronisch-entzündliche Darmerkrankung?

Um die Diagnose Reizdarmsyndrom zu stellen, müssen alle anderen Darmerkrankungen, die ähnliche Beschwerden machen können, ausgeschlossen werden.[^50] Also müssen auch die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ausgeschlossen werden, die typischerweise in Schüben verlaufen.[^51],[^52] Die Abgrenzung zwischen Reizdarmsyndrom und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann jedoch manchmal schwierig sein, da sich die Symptome doch recht häufig ähneln und es teilweise auch Überschneidungen gibt.[^53],[^54],[^55] Tatsächlich haben Menschen mit diagnostiziertem Reizdarmsyndrom ein höheres Lebenszeitrisiko für die Entdeckung einer solchen Erkrankung.[^56] Bei Unklarheiten kann hier ein Facharzt zu Rate gezogen werden: Mittels einiger zielgerichteter Untersuchungen (Stuhlprobe, Darmspiegelung) kann eine aktive Entzündung im Darm geschlossen werden.

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Wann sollte man generell zum Arzt?

Ist die Diagnose eines Reizdarmsyndroms einmal gestellt, reichen die üblichen Nachuntersuchungen beim Hausarzt in der Regel zur Nachsorge aus. Eine Neu-Evaluation des Krankheitsverlaufs ist bei anhaltenden Beschwerden, plötzlich veränderter Symptomatik oder bei Anzeichen eines Gewichtsverlustes angezeigt.[^57]

Zusammenfassung

Ein schubweiser Verlauf mit längeren Phasen der Symptomfreiheit ist eher untypisch für ein Reizdarmsyndrom. Trotzdem können Betroffene wiederkehrende Phasen der Symptomverschlechterung erleben. Die Art der Symptome ist abhängig vom jeweiligen Subtyp, wobei akute Bauchschmerzen am häufigsten sind. Im akuten Schub können Ruhe und Hausmittel wie Wärme und Tee, oder nach Rücksprache mit einem Arzt auch . Medikamente. Die effektivsten Maßnahmen, um weiteren Schüben vorzubeugen, sind das Vermeiden bekannter Auslöser sowie eine langfristige ganzheitliche Therapie des Reizdarmsyndroms.

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